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14/09: Fertig!

Die Vor- und Nachgeschichte zu Ystorica ist endlich fertig, hat aber noch keinen endgültigen Titel. Meine ursprüngliche Absicht, den Roman "Memnoc" zu nennen, hat sich nicht nur wegen der fast-Namensgleichheit mit Anne Rices "Memnoch der Teufel" zerschlagen, sondern auch mit der Tatsache, das Memnoc darin eigentlich keine zentrale Rolle spielt. "Dancing The White Lines" trifft´s besser, ist aber zu Englisch, obwohl die Datei bei mir die längste Zeit als White Lines abgespeichert war! "Auf strahlend weißen Pfaden" als Übersetzung holpert gewaltig. Ich habe meine TestleserInnen ersucht, einen Titelvorschlag zu machen, aber bisher keine Rückmeldungen bekommen. Frühmorgens um 4 ist mir dann "Der Navigator" eingefallen, und das klingt nicht schlecht. Vor allem, weil man als Leser bis zum Schluss rätseln kann, wer denn nun eigentlich der Navigator ist!
Was die Veröffentlichung angeht, denke ich momentan an einige gedruckte Exemplare im Eigenverlag und ein ein online-Angebot mit ISBN bei epubli.de, aber entschieden habe ich mich noch nicht. Es ist alles sehr kompliziert!

18/05: Keine Visionen, keine Utopien

Immerwieder stelle ich bei Lesungen fest, dass man hierzulande mit dem Begriff Utopie wenig und mit Science Fiction noch weniger bis gar nichts anfangen kann, deshalb bin ich auch schon dazu über gegangen, diese Begriffe ein wenig mit Leben zu erfüllen, bevor ich mit Ystorica loslege. Das ist jetzt nicht bös gemeint oder überheblich gegenüber meinen Zuhörern, es ist halt einfach so im deutschen Sprachraum, und ganz besonders in Österreich. Da hat man keine Utopien, und wenn man Visionen hat, gilt man als krank (O-Ton Franz Vranitzky, ehemaliger Bundeskanzler, und der war noch noch nicht einmal der Schlechteste...)
Glücklicherweise kommen aber aus dem englischen Sprachraum immer wieder großartigte Werke, die es auch in unsere Medienlandschaft schaffen, zur Zeit vornehmlich Filme. Neil Bloomkamp mit "District 9" und Duncan Jones mit "Moon" haben gezeigt, was in dem Genre steckt, und im Juni kommt "Source Code" von Jones in unsere Kinos, wo es um multiple Realitäten geht, und da bin ich natürlich schon sehr gespannt!
Besonders empfehlen möchte ich aber "Never let me go" ( eher hilflos eingedeutscht als "Alles, was wir geben mussten"), die großartige Verfilmung des Romans von Kazuo Ishiguro. Darin geht es ( auch in einer Art alternativer Zeitlinie) um die Zucht von Klonen als Ersatzteillager für menschliche Organe und das kurze Leben, das man ihnen zugesteht, bis sie erwachsen sind und als Spender ihre Aufgabe erfüllen und "vollenden", also sterben. Ishiguro thematisiert, wie Menschen zu Nicht-Menschen deklariert werden, um sie ausbeuten zu können, wie man ihnen Seele, Gefühle, das Recht zu Leben abspricht. Es ist ein sehr ruhiger Film in verregter, typisch englischer Landschaft, aber er hinterlässt einen sehr verstört und mit dem Kopf voller Dinge, über die man dringend einmal nachdenken sollte. Bitte nicht allein gehen, kann depressiv machen. Der junge Single-Mann mit Glatze im Kino neben mir versuchte verzweifelt, seine Tränen nicht merken zu lassen, aber sein leises Schniefen verriet ihn. Ich hätte vielleicht mitgeweint, wenn ich nicht schon vorher das Buch gelesen hätte und daher gewappnet war, was kommen würde. Das Buch ist übrigens visuell großartig umgesetzt, was nicht selbstverständlich ist, mit gut ausgesuchten Schauspielern. Dass der erste Teil, die Kindheit der Klone im Internat Hailsham, ein wenig zu kurz ausgefallen ist, liegt leider in der Natur der Sache, dass man sich keinen Kinofilm zu machen traut, der länger als 120 min dauert.
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=zDkvElbSDv8
Buchkritik:http://www.amazon.de/review/RNSF6ACQ4O2CR/ref=cm_cr_pr_viewpnt#RNSF6ACQ4O2CR
Unbedingt anschauen, das ist es, was ich unter "Utopie" oder Science Fiction verstehe!

09/03: Bitte um Geduld

Für alle, die schon auf die Fortsetzung von Ystorica warten - bitte um etwas Geduld!
Das Überarbeiten hat sich als wesentlich zeitintensiver entpuppt, als ich mir gedacht hatte.
Die Rechtschreibkontrolle von Word ist mies, es sind sehr viele Tippfehler im Text enthalten, die man so furchtbar leicht überliest. Ich sitze fast jeden Tag 1-2 Stunden dabei, glaubt es mir. Arbeiten und Geld verdienen muss ich ja auch, Schreiben ist für die meisten Autoren eine ziemlich brotlose Kunst.
Dann hat Herta das letzte Drittel in der Luft zerrissen. In manchen Kritikpunkten kann ich ihr nicht folgen, aber ich bemühe mich, ihre Anregungen durchzudenken und zu überlegen, ob ich sie mit meinen Vorstellungen in Einklang bringen kann. Einen längeren Absatz von etwa 40 Seiten haben ich schon komplett überarbeitet - ging ganz leicht, dank Radiohead, die die Welt und ihre Fans mit einem neuen Album überrascht haben: The King of Limbs, z.Z. nur als Download erhältlich: http://www.thekingoflimbs.com/
80 Seiten sind noch zu korrigieren, und das wird ein harter Brocken Arbeit, sogar mit der Hilfe von Radiohead und Helgi Jónsson (unbedingt anhören: das Album "For the rest of my childhood"!), weil ich mich vielleicht mit dem Konzept der multiplen Realitäten ein wenig übernommen habe. Oder auch nicht. Ich warte auf das Feedback von 2 Testleserinnen, meinen lieben Freundinnen Susanna und Lisbeth. Camilla hat wohl mächtig viel zu tun, lange nichts von ihr gehört.
Terminvereinbarungen für Lesung mit Buchhandlung in Leoben ziehen sich in die Länge, ich habe noch immer keinen besseren deutschen Titel gefunden. Ziemlich sicher bin ich mir nur, dass "Dancing the white lines" nicht in Buchform, sondern wahrscheinlich nur als Download zu haben sein wird.

26/11: Playlist White Lines

Die Fortsetzung ist fertig, eine ausgedruckte Version momentan zur Korrektur in Arbeit. Genau wie bei Ystorica bin ich traurig, weil der Text im Prinzip fertig ist. Der Arbeitstitel Memnoc wurde vorläufig ersetzt durch "Dancing The White Lines" ("Auf blendend weißen Pfaden" ???).

Nachdem mich Radiohead mit einem versprochenen neuen Album im Stich gelassen haben, Jeff Buckley tot und von Keane auch nichts zu erwarten ist, musste ich mich anderwärtig umhören.

Peter Gabriel: My Body Is A Cage (Original von Arcade Fire)
Bryan Ferry: Song For The Siren (Original von Tim Buckley)
Bryan Ferry: Tender Is The Night
Guillemots: Take Me home
Guillemots: Little Bear
Guillemots: Redwing
Arvo Pärt: Cantus For Benjamin Britten
Jonsi: Kolnidur
Jonsi: Hengilas

In "White Lines" wird es also leider nicht viel zu lachen geben, fürchte ich.

07/09: SciFi im englischen und im deutschen Sprachraum - ein kleiner, ganz persönlicher Vergleich

Ich habe einen sehr interessanten und äußerst angenehmen Aufenthalt in den USA hinter mir. Der Besuch in Seattle bei meiner Freundin Liz und in Bend/Oregon bei Nico hat mich mit meinen bisher eher negativen USA-Erfahrungen mehr als versöhnt.
Wieder ganz stark bewusst geworden ist mir, welch völlig andere Wertigkeit das Genre Science Fiction in den USA hat.
So gibt es in Seattle das EMP - ein Musik- und SciFi Museum, für das Paul Allen, der Mitbegründer von Microsoft, sich Frank Gehry als Architekten geholt hat. Ich kam mir dort vor wie im Himmel - alle meine Lieblingsfilme, alle von mir bewunderten Autoren, Requisiten aus Filmen und Fernsehserien, die Geschichte geschrieben haben, fanden sich dort, aber nicht der Schrott, der gemeinhin im deutschsprachigen Fernsehen als SciFi durchgeht.
Nico und ihr Mann Jon sind auch ganz große Sci-Fi-Kenner und Liebhaber, es war eine Freude, sich mit ihnen über Bücher, Filme, Fernsehserien auszutauschen, und über die Buchhandlung Powells aus Portland war es ein leichtes, meinen Roman zu bestellen. Ich hatte es ja nicht gewagt, ihn mitzubringen, weil Nico zwar en wenig Deutsch versteht, aber nicht genug, um 460 Seiten zu lesen.
Und die Buchhandlungen überhaupt! Eine ganze Wand von Barnes&Noble war gefüllt mit SciFi ( im Vegleich dazu ist es gerade mal ein Regal in Grazer Buchhandlungen, und das ist zum Großteil mit Fantasy angestopft!). Das reichhaltige Angebot überforderte mich total, ich musste mich hinsetzen , einen Capuccino trinken und mich daran erinnern, dass die Lufthansa bei Übergepäck ordentlich zulangt.
Nun, gewusst habe ich auch schon vorher, dass Science Fiction im deutschen Sprachraum kein Thema ist, aber wenn man dann vor Augen geführt bekommt, dass das eigentlich kein gottgewollter Zustand ist, mit dem man sich abzufinden hat ... also aufgerafft und wieder Gespräche mit unwilligen Buchhändlern und Cafe-Besitzern geführt, um "Ystorica" unter die Leute zu bringen!

18/05: Böse Überraschung

Ich schreibe gerade an der Fortsetzung von "Ystorica", 330 Seiten bislang, und der Arbeitstitel war "Memnoc", nach der künstlichen Intelligenz, die in "Ystorica" eine nicht unwesentliche Rolle spielt. War.
Was ist passiert? Ich fische mir ein Buch von Anne Rice aus der Wühlbox, die Fortsetzung ihres berühmten Romans "Interview mit einem Vampir" und schmökere ein wenig darin. Finde die Erwähnung eines anderen Buches von ihr mit dem Titel "Memnoch der Teufel".
Na super. Da habe ich einen Namen erfunden, ohne zu ahnen, dass er bereits von jemandem anderen erdacht und verwendet wurde, und wie ich die amerikanischen Copyrightgesetze einschätze, kann ich den Titel jetzt vergessen, muss froh sein, wenn ich den Namen überhaupt verwenden darf. Irgendwie bitter, wenn man nach 330 Seiten auf Titelsuche gehen muss.

30/03: Ein gelungener Abend oder: Wie und Was präsentieren?

Ich bin mit der zweiten Präsentation und Lesung von "Ystorica" sehr zufrieden. Das Cafe Melounge war voll, fast alle Extrasessel wurden gebraucht, um genug Sitzgelegenheiten zu haben, die Rückmeldungen sowie der Verkauf waren äußerst ermutigend.
Das junge Saxophonquartett NoFoXXaS als Begleitung war großartig, spielt doch Musik in "Ystorica" eine wichtige Rolle, und die Abwechslung durch musikalische Intermezzi hilft dem Publikum, sich auf die Texte zu konzentrieren.
Die Texte im Duo zu lesen ist eigentlich logisch, wird doch der erste Teil von "Ystorica" aus der Sicht eines atlantidischen Adeligen erzählt, der zweite aus der Perspektive einer irdischen Frau. So übernahm Markus dankenswerter Weise die Rolle von Chatall Kha´tan und ich die von Eva Kant, und der Effekt war sehr spannend. Markus hat noch dazu eine sehr angenehme Stimme, der man gerne zuhört, und es war auch nicht schwer, sich mit ihm über die Stellen zu einigen, die wir lesen wollten.
Langsam bekomme ich auch ein Gefühl dafür, welche Texte am besten rüberkommen, und nächstes Mal, vielleicht im Café Elefant in Leibnitz, werden wir es noch besser machen. Learning bei doing. Die geeignetsten Stellen sind nämlich nicht unbedingt jene, die Markus und mir am meisten am Herzen liegen, denn sie sind oft zu intim und emotionell. Die "Action"-Sequenzen allein würden aber nur den Eindruck erwecken, "Ystorica" sei nichts als eine weitere Space-Opera unter vielen. Es ist also nicht leicht, die ganze Komplexität des Textes in kurzen Ausschnitten zu vermitteln, aber wir arbeiten daran!
;-)

18/03: Lesung in meiner Heimatstadt

Mein "Manager" Karl hat ziemlich lange gebraucht, um mich zu überreden, dass ich auch in meiner Heimatstadt mein Buch präsentiere und daraus lese. Wieso ich anfangs gar nicht erfreut über diese Aussicht war, wo ich doch sonst keine Gelegenheit auslassen würde, für "Ystorica" Werbung zu machen?
Da gibt es doch den Spruch von Propheten im eigenen Land. Dann ist es eigentlich mein Bestreben, die öffentliche Person, die an einer hiesigen Schule Deutsch und Geschichte lehrt, von der privaten zu trennen, die Science Fiction schreibt, aber hier vermischt sich beides, ist untrennbar verbunden; ich freue mich sehr, wenn viele Menschen kommen, sich das anzuhören, aber leider werden auch etliche dabei sein, die nur deshalb kommen, weil sie wissen wollen, ob diese Person nicht vielleicht ihre Kinder verdirbt. Ein wenig überspitzt ausgedrückt.
Mir ist also etwas mulmig zumute. Daher hole ich mir Verstärkung durch Markus Scheucher, der die männlichen Parts lesen wird, und eine tolles junges Saxofonquartett - NoFoXXaS- , die für passende Stimmung und Auflockerung sorgen wird. Musik spielt in "Ystorica" ja eine große Rolle, und das Saxofon finde ich einfach - sexy.
Vielen Dank auch an Karl und Herrn Graf, die sich PR-mäßig sehr ins Zeug geworfen haben. Facebook ist vielleicht wirklich eine gute Sache.
Leicht ist es ja nicht, die Botschaft an Frau und Mann zu bringen, ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Schlimme Sitten herrschen auch an der Plakatfront: heruntergerissene und überklebte Poster von der Lesungs-Ankündigung, und das nicht zu knapp. Ich werde das nicht persönlich nehmen, sondern auf die rohen Usancen in der Medienbranche schieben und morgen Plakate nachkleben. Was soll´s!

Ein Hörtipp zum Schluss:
Peter Gabriel: My Body is a Cage http://www.youtube.com/watch?v=vcsLqgF7LVk


26/01: Romanfiguren und das wahre Leben

Eine Frage, die ich auch oft gestellt bekomme, ist, wieviel von mir und meinen Lebenserfahrungen in Eva Kant stecken.
Nun, eine ganze Menge, offensichtlich. Deshalb unterscheiden sich die beiden Teile von "Ystorica" auch so gravierend von einander. Die meisten LeserInnen mögen den "Kindmann" lieber, obwohl er aus meiner Sicht leichter zu schreiben war, als ich einmal jede Geheimniskrämerei bezüglich meiner persönlichen Erfahrungen über Bord geworfen hatte. Die Herausforderung des "Wasserplaneten" bestand darin, sich so eine Person wie Chatall Kha´tan vorzustellen, die so abseits unserer normalen Erfahrungswelt angesiedelt ist.
Persönliche Erfahrungen fließen auch in einem utopischen Roman in den Text ein. No na.
Manchmal allerdings geht es schon sonderbar zu dabei, und nicht immer angenehm. Ich werde in "Memnoc" eine meiner Hauptpersonen die Erfahrung des Blind-Werdens machen lassen. Dieses Motiv verdanke ich der Erfahrung, wie es ist, durch einen Netzhautriss und eine Netzhautablösung innerhalb von 24 Stunden auf einem Augen blind geworden zu sein und damit klar kommen zu müssen, weil Hilfe 3000 Kilometer und 48 Stunden weit entfernt war. Angenehm war das Reisen im Flugzeug zuletzt ohnehin nicht mehr, jetzt habe ich es hassen gelernt, und gleichzeitig würde ich es doch bedauern, wenn ich wegen meiner seltsam alten Augen nie mehr fliegen dürfte.
Ich hatte eine Menge Zeit zum Nachdenken in diesen 48 Stunden, und seltsamer Weise war diese erzwungene Untätigkeit gleich fruchtbar wie vor mehr als zwei Jahren die Reise mit der Nordkapp durch die blaue Dämmerung der norwegischen Polarnacht.
Einäugig schaue ich momentan in die Welt, und die Welt schaut sehr verändert zurück. In "Memnoc" wird jemand diese Erfahrung wiederholen und damit klar kommen müssen...

28/12: 2009 - Tschüss und baba!

Neihein! Ich will niemanden quälen mit "Best of Jahrzehnt" - Listen und Rankings irgendwelcher Art! Schlimmer als das, was uns dazu zur Zeit aus allen Medien entgegenspringt, kann man subjektive Kritikasterei wohl kaum treiben. Persönliche Vorlieben werden nicht als solche deklariert, sondern als absolute Urteile verbreitet, und das - pardon - kotzt mich an. Letztes, selbst miterlebtes Beispiel: Die Gigs der Rock/Britpop-Band "Franz Ferdinand" in Graz und Wien vor drei Wochen: Was die Grazer Kritikerin ( und ich übrigens auch) an dem Konzert so großartig fand, wurde von der Wienerin als ganz pfuigaga hingestellt.
Da kann ich mich noch auf einiges gefasst machen, wie es aussieht. Bisher waren die Rückmeldungen zu "Ystorica" durchgehend positiv. Bis auf ein seltsames Weihnachtgeschenk, eine sorgsam laminierte Sammlung aller im Text enthaltenen Druckfehler. Da hat es mir dann doch kurz die Sprache verschlagen, und ich musste 3 Achterl Hillinger nachschieben, zur Verdauung.
Wenn ich eine Playlist zu "Ystorica" veröffentliche, dann als eine Sammlung von Musikstücken, Filmen und Videos, die mir beim Schrieben geholfen und mich beeinflusst haben, aber niemals als die ultimative Liste von "Das müsst ihr unbedingt gehört haben, sonst seid ihr Banausen".
Jetzt bin ich aber ein wenig vom Thema abgekommen.
2009. Subjektiver Eindruck: ein sehr durchwachsenens Jahr. Viele Rückschläge, leere Kilometer, unerwartete Hindernisse, gesundheitliche Probleme, enttäuschte Hoffnungen, und zu guter Letzt noch ein veritabler Writer´s Block. - "Aber du hast doch dein Buch herausgebracht, ein wunderbarer Erfolg", sagen manchen zu mir. Stimmt, habe ich, aber es war alles andere als leicht. Es hat sehr viel Substanz gekostet. Leicht ging 2009 gar nichts, alles musste sehr hart erarbeitet werden. Und wenn dann meine Kraft von anderen Dingen in Anspruch genommen wird, wie Beruf, Familie, Gesundheit, dann wird es eng. Wenn die Zeit fehlt, sich zwei, drei Stunden an den Laptop setzen zu können, "Memnoc" Korrektur zu lesen, nachzudenken, Szenen zu entwickeln, ein, zwei Seiten zu schreiben, wenn keine Musik da ist, die mich inspiriert, dann verliere ich das Gefühl für das, was ich schreiben will. Oder ich bin so schlecht drauf, dass ich ein Ende ersinne, wie es düsterer und radikaler nicht sein könnte. Eines, das mir meine Leser nicht verzeihen würden, und ich mir selber vermutlich auch nicht. Death by Kulturschock.
Deshalb - 2009: baba und tschüss! Was soll denn noch aus dir werden? Und meine Favoriten, was Musik, Bücher, Filme betrifft, finden sich sowieso nie in irgendwelchen "Besten"-Listen! ( I´m a freak, I´m a weirdo, I don´t belong here... Radiohead never fail me!)